Museumsdaten werden zu Spielwelten: Museen beim Global Game Jam 2026

Auf Einladung der MFG Baden-Württemberg stellten die Einrichtungen ihre Daten zur Verfügung. So entstanden fünf einzigartige Games.

Vor Ort beim Global Game Jam in der Stadtbücherei: Mitarbeitende aus vier Museen und das Team Digitale Kultur der MFG. | © MFG Baden-Württemberg
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Wie werden aus Museumsdaten Games? Und wie sieht eine gelungene Kooperation von Kultureinrichtungen mit der Game-Community aus?

Antworten auf diese Fragen gab es beim Global Game Jam in der Stadtbibliothek Stuttgart, ausgerichtet vom Studio Chasing Carrots. Der Global Game Jam ist das weltweit größte jährliche Event zur Spielentwicklung, das dezentral an vielen verschiedenen Austragungsorten stattfindet – in diesem Jahr unter dem Thema “Maske”. 

Auf Einladung des MFG Kompetenzbereichs Digitale Kultur stellten Museen dort am 30. Januar und 1. Februar ihre digitalen Sammlungsdaten für einen sogenannten “Sidetrack” zur Verfügung. Teilnehmende verwandelten sie innerhalb von 48 Stunden in Game-Assets. 

Was entstand aus den Museumsdaten?

Sechs Einrichtungen stellten ihre Daten für den Jam in der Bücherei zur Verfügung: das Badische Landesmuseum, das Stadtmuseum Hornmoldhaus, das Deutsche Fleischermuseum, das Haus der Geschichte Baden-Württemberg, das Diözesanmuseum Rottenburg und der Deutsche Ruderverband. Zusammen mit den Vertreter*innen der MFG waren die Mitarbeitenden von vier der Museen am ersten Tag vor Ort, um mit den Jammer*innen ins Gespräch zu kommen. Einige Teams zeigten Interesse an den Sammlungsdaten und nutzten sie in der Spieleentwicklung

So wurde im Spiel Haunted: Kyoto Drift aus einer Maske aus dem Badischen Landesmuseum sowie einer japanischen Querrolle des Stadtmuseums Hornmoldhaus Bietigheim-Bissingen ein Pferderennen entwickelt. 

In Lactose Supreme wurden ein Becher und eine Glasvase aus der Sammlung des Badischen Landesmuseums auf humorvolle Weise zum Leben erweckt. 

Sunday Pool Service setzte Hackebeile aus dem Deutschen Fleischermuseum blutrünstig in Szene und nutzte dekorativ historische Schwimmbad-Postkarten aus der Sammlung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg. 

In Louvroleur verbergen sich in den Spielkarten zu Pixelart transformierte Sammlungsobjekte, darunter etwa eine Madonna-Figur aus dem Diözesanmuseum und eine Glasvase aus dem Badischen Landesmuseum. 

In Themathar – The Mask That Remembers wurde aus einer Vielzahl unterschiedlicher Sammlungsdaten eine Art digitales Memory-Spiel entwickelt. 

Neugierig wie das Ganze aussieht? Alle Spiele finden sich auf der Seite des Global Game Jams.

Warum sollten Museen teilnehmen?

Für Museen ist der Game Jam ein Experimentierfeld: Sie bringen ihre digitalen Bestände in neue Kontexte, erreichen neue Zielgruppen und sammeln praktische Erfahrungen im Umgang mit offenen Daten. Die Entwickler*innen profitieren zugleich von einzigartigen, kuratierten Assets, die ihren Projekten eine besondere Tiefe geben.

Quelle: MFG Baden-Württemberg
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