Zocken als Vermittlungsformat

Im Juli-Newsletter MFG Digitale Kultur empfiehlt Sophia Kirner ein Format, das zeigt, wie Gaming für Kulturvermittlung funktionieren kann.

Junge weiße Frau mit schulterlangen, lockigen Haaren hält einen Laptop in die Kamera, auf dem ein Game zu sehen ist.
MFG Projektleiterin Sophia Kirner empfiehlt im Juli die Gaming-Zentrale der KulturRegion Stuttgart. | © MFG Baden-Württemberg
| Stuttgart

Jeden Monat stellt die MFG Baden-Württemberg in diesem Format einen Fund aus Kunst, Kultur oder (Fach-)Literatur vor. In dieser Ausgabe empfiehlt Sophia Kirner, Projektleiterin Digitale Kultur, die Gaming-Zentrale der KulturRegion Stuttgart. Wer Lust hat, selbst ein Fundstück vorzustellen, kann sich gerne an digitalekultur@mfg.de wenden. Abonnieren Sie außerdem den MFG Newsletter Digitale Kultur für mehr Neuigkeiten und Interessantes aus dem Bereich Digitale Kultur.

Was hast du dabei?

Ich habe die Gaming-Zentrale der KulturRegion Stuttgart dabei. Sie ist Teil der KulturRegionale 2026 BEYOND FUN und tourt bis zum 18. Oktober 2026 durchs Ländle. Herzstück ist ein knallgelber Bauwagen (die “mobile Zockbude”), ausgestattet mit digitalen und analogen Spielen, Gaming-Stationen sowie Informations- und Beratungsangeboten. Mit interaktiven Challenges, Workshops, Gesprächsrunden und Infoveranstaltungen ist die Gaming-Zentrale ein Angebot für alle Altersgruppen. Das Projekt läuft in Kooperation mit dem Medienkünstler und Medienpädagogen Chris Binder und wird beratend durch die Computerspielschule des Stadtmedienzentrums Stuttgart begleitet.

Was spricht dich an?

Mich spricht die offene und niederschwellige Herangehensweise an das Thema Gaming an. Die Begleitung durch Expert*innen bietet einen breiten Zugang, ob groß, ob klein, ob passionierte*r Zocker*in oder Neuling. Zudem haben Eltern und Erziehungsberechtigte eine Anlaufstelle, können sich informieren oder mit ihren Kids gemeinsam zocken. So werden Sorgen, Vorbehalte oder Unsicherheiten überwunden, die mit dem Thema Gaming zusammenhängen. Das mobile Format macht das Ganze zugänglicher und zieht auch spontanes Laufpublikum an.

Hast du eine Lieblingsstelle? 

Meine Lieblingsstelle ist natürlich der Punkt, an dem gemeinsam ausgelassen gezockt wird und an dem Begegnung und Austausch stattfinden.

Wofür und wem empfiehlst du das?

Ich empfehle die Gaming-Zentrale neben Kindern und Jugendlichen mit ihren Eltern allen, die sich mit Kulturvermittlung, Gaming und digitaler Kultur beschäftigen, insbesondere Museen und anderen Kultureinrichtungen. Das Projekt liefert spannende Anregungen für die Frage, wie Games in der Kulturvermittlung eingesetzt werden können, nämlich nicht nur als interaktives Angebot, sondern als Ausgangspunkt für Dialog, Orientierung und den Austausch unterschiedlicher Perspektiven. Gerade für die Kulturvermittlung zeigt die Gaming-Zentrale, welches Potenzial im gemeinsamen Spielen, Ausprobieren und Reflektieren liegen kann.

Die Gaming-Zentrale wird im Rahmen des cross-innovativen Förderprogramms CO.VISION der MFG gefördert und wurde von Künstler Steffen Osvath designed.

Quelle: MFG Baden-Württemberg / Sophia Kirner
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