In Kunst und Kultur zu investieren, lohnt sich für alle: Das ist die zentrale Botschaft des Programms Wirkt! Kultur in Gesellschaft des Zentrum für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg (ZfKT). Das ZfKT hat das Programm ins Leben gerufen, um der Bedeutung von kultureller Teilhabe für die Gesellschaft im Südwesten mehr Sichtbarkeit zu verleihen. Es zeigt, dass Kunst und Kultur ein Motor für Zusammenhalt und Demokratie sind.
Kunst und Kultur halten Gesellschaft zusammen
Dr. Birte Werner, Leiterin des ZfKT, erklärt die Absicht hinter dem Programm: “Von der exzellenten Arbeit im ganzen Land wissen oft zu wenige, dabei sind überall inspirierende Beispiele zu finden! Exzellente Arbeiten, die zeigen: Genau so, genau mit solchen Akteur*innen und genau solchen Projekten halten wir unsere Gesellschaft zusammen, erzählen unsere Geschichten, gestalten unser Miteinander, entwickeln uns gemeinsam weiter.”
Auf die Ausschreibung im Januar 2026 gab es fast 100 Einreichungen, unter denen eine Fachjury 67 für die Longlist auswählte. Nun folgt über den Sommer und Herbst eine Sichtbarkeitskampagne in den sozialen Medien.
Die MFG gratuliert allen Einrichtungen auf der Longlist, unter denen auch einige MFG geförderte Häuser sind.
Teilhabe funktioniert besonders gut, wenn Kultur in den Händen der Gesellschaft liegt
Die Einreichungen zeigen anschaulich die ungeheure Bandbreite, wie die Menschen im Land Kunst und Kultur (mit-)gestalten und von ihr konkret profitieren können. Bei fast allen Beispielen zeigt sich: Teilhabe funktioniert dort besonders gut, wo sich Häuser öffnen, wo Menschen Programme mitgestalten können, wo Kultur in den Händen der Gemeinschaft liegt.
Beispiele:
- Das Stadtensemble am Nationaltheater Mannheim öffnet die Bühne: Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten entwickeln hier gemeinsam mit Künstler*innen das Programm – und führen es auf.
- Die Popakademie Baden-Württemberg verbindet mit “Emotional Echoes” künstlerische Praxis, Hochschulbildung und psychische Gesundheit. Hier kann man lernen, persönliche Erfahrungen durch Songwriting in eigene Musik zu verwandeln.
- In den Karlsruher AHOI studios wird das künstlerische Talent von Menschen mit geistiger, körperlicher oder psychischer Beeinträchtigung professionell gefördert. Das Atelier arbeitet dazu mit großen Karlsruher Einrichtungen wie der Kunsthalle, dem Zentrum für Kunst und Medien und der Hochschule für Gestaltung zusammen.
- Das Staatstheater Stuttgart bringt der Stadtgesellschaft und besonders jungen Menschen im Stadtraum Geschichte näher, indem es das Stück “Die Ermittlung” über die Auschwitz-Prozesse wirkmächtig an ungewöhnlichen Orten wie Landtag und Landgericht aufführt.
- Das Citizen.KANE.Kollektiv schließlich zeigt mit einer alternativen Stadtführung als Kunstprojekt zum Thema Armut eindrücklich, wie Gesellschaft “von unten” aussieht.






