Digitale Kultur

Die MFG unterstützt mit "Level Up!" Museen in Baden-Württemberg, ihre eigenen Produkte und Prozesse in den Bereichen Gamification und digitales Gaming zielgruppengerecht zu entwickeln und nachhaltig umzusetzen.
Weiterbildungen für Museenvermitteln Wissens- und Methodenkompetenz und im Rahmen von Veranstaltungen, können sich Museen und Kreative vernetzen.
Museen werden bei Co-Creation Prozessen, der Entwicklung von Ideen und Umsetzung von Prototypen begleitet und gefördert.
Diese Projekte von Museen aus Baden-Württemberg hat die Fachjury ausgewählt:
Hällisch-Fränkisches Museum, Schwäbisch Hall: Mord im Hospital - Ein hybrider Escape-Room
Jury-Statement: Die besondere Stärke dieses Projekts liegt (für mich) darin, Geschichte als offenen Erkenntnisprozess anzulegen. Die Teilnehmenden arbeiten mit Quellen, treffen Entscheidungen und rekonstruieren Ereignisse selbst. Besonders überzeugend ist (überzeugt mich) das Zusammenspiel von Archiv und Museum sowie die Verbindung im Storytelling von analogem Escape-Room-Format und digitalen Erweiterungen. So entsteht ein spannendes Gesamterlebnis, das neue Zielgruppen anspricht und innovative Wege der Geschichtsvermittlung anbietet. – Susanne Opfermann, Landesstelle für Museen BW
Kunstmuseum Heidenheim: Kinder von Schloss Hellenstein – alle haben Rechte
Jury-Statement: Ein starkes Gemeinschaftsprojekt der Museen Stadt Heidenheim: Mit ihrer Spielidee nehmen sie Jung und Alt mit auf eine Reise in die Vergangenheit, die Kinder- und Menschenrechte greifbar macht und ihre heutige Bedeutung neu erschließt. Besonders überzeugend ist, dass digitale Vermittlung strategisch eingesetzt wird, um ein breites Publikum nachhaltig zu erreichen. – Judith Bildhauer, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst BW
Kunstmuseum Singen: Vom Workshop zur Schnitzeljagd 2.0 - Partizipative Entwicklung eines hybriden Vermittlungsformats zur Kunst im öffentlichen Raum
Jury-Statement: Das Kunstmuseum Singen setzt auf Partizipation: Jugendliche werden aktiv in die Spieleentwicklung miteingebunden und gestalten ein digitales Vermittlungsformat im öffentlichen Raum. Dies stärkt die Identifikation der Zielgruppe mit dem Projekt. – Agnes Obenhuber, MFG Baden-Württemberg
Linden-Museum Stuttgart: Critical Play: Geschichte, Perspektiven und Entscheidungen
Jury-Statement: Manche Themen sind komplex, sensibel und auf den ersten Blick nicht besonders zugänglich. Koloniale und postkoloniale Fragestellungen gehören sicher dazu. Das Linden-Museum Stuttgart überzeugt hier mit einem Gamification-Ansatz, der die eigenständige, kritische Auseinandersetzung in den Fokus rückt und das Museum noch weiter als Ort der Teilhabe, der Perspektivenvielfalt und des Dialogs öffnet. – Judith Bildhauer, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst BW
Stadtmuseum Tübingen: Dark Academia: Die dunklen Geheimnisse der Universität Tübingen
Jury-Statement: Dark Academia: Die dunklen Geheimnisse der Universität Tübingen" überzeugt mit seiner klaren Spielidee, der Einladung zum “selber Entdecken” und einer geschickt gewählten Verbindung zwischen digitaler Installation und analogem Erlebnis. Dazu kommt die geschickte Kontextualisierung in der Dauerausstellung, welche inhaltlich nicht nur Wissen vermitteln will, sondern «nebenbei» auch ganz grundsätzliche Fragen zur Gedächtnisarbeit und deren Deutungshoheit stellt. – Marc Griesshammer, Stadtmuseum Aarau
Unimog-Museum, Gaggenau: Unimog Explorer - Challenge
Jury-Statement: Eine der zentralen Fragen bei der digitalen Museumsarbeit ist: Wie verbindet man den physischen mit dem digitalen Raum? Das Unimog-Museum in Gaggenau hat hier eine besondere Vision erschaffen: eine Werkstatt im physischen Raum, vollgepackt mit analogen Artefakten, die man durch die Nutzung digitaler Technologien ganz neu entdecken kann. Das Tablet wird zu einem Werkzeug, um hinter die Kulissen zu schauen, neue Perspektiven auf technische Details zu erlangen und sich spielerisch mit der Technologie des Unimog auseinanderzusetzen. Die Umsetzung passt sehr gut zum allgemeinen Angebotsportfolio des Museums und ist zugleich zukunftsorientiert, da der Ansatz später auch auf Datenbrillen übertragen werden kann. – Christoph Deeg, Gestalter digital-analoger Lebensräume
Zeppelinmuseum Friedrichshafen: Case closed? Ein hybrides Gaming-Format zu NS-Geschichte und Medienkompetenz
Jury-Statement: Das Projekt hat (mich) besonders überzeugt, weil es historische Aufarbeitung mit Medien- und Quellenkritik verbindet und Jugendliche aktiv in diesen Prozess einbindet. Das Format fordert dazu auf, Aussagen zu prüfen und Widersprüche zu erkennen und sich so eine eigene fundierte Perspektive zu erarbeiten. Gerade in der Verbindung des Themenbereichs NS-Geschichte mit Medienkompetenzaufbau durch einen hybriden Spielansatz ist (sehe ich) ein starkes Vermittlungskonzept gefunden, das seine Wirkung bewusst auch über den Museumsraum hinaus mitdenkt! – Susanne Opfermann, Landesstelle für Museen BW
Laufzeit
Februar 2025 – Dezember 2026
Partner
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Ziele
Zielgruppe
Alle Museen in Baden-Württemberg
Förderung
Mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Im vergangenen Jahr bot die MFG im Rahmen von Level Up! zahlreiche Veranstaltungen, Workshops, Vorträge und Vernetzungsmöglichkeiten für Museen in Baden-Württemberg an. Das Programm gliederte sich dabei in zwei Phasen: In Phase I lag der Fokus auf der Vermittlung von Grundlagenwissen bezüglich Gamification und der spielerischen Gestaltung musealer Umgebungen. In Phase II standen Co-Creation, Vernetzung und Prototyping im Zentrum des Angebots. Von Oktober 2025 bis Februar 2026 konnten sich Museen in Baden-Württemberg zudem auf eine finanzielle und fachliche Förderung zur Umsetzung eigener Produkte und Prozesse im Bereich Gamification und digitales Gaming bewerben. In Kürze startet das Förderprogramm.

Projektleiterin Digitale Kultur
Unit Medienprojekte und Services

Projektleiterin Digitale Kultur und CRM
Unit Medienprojekte und Services