Immersive Technologien wie virtuelle und erweiterte Realität haben ein enormes Potenzial, um digitale Erfahrungen lebendiger und greifbarer zu machen. Um den Fortschritt in diesem Bereich zu beschleunigen, haben sich vier europäische Spitzenuniversitäten zusammengeschlossen. Diese sind zum einen die Aalto-Universität (Finnland), die Filmakademie Baden-Württemberg (Deutschland), die Universidad Pompeu Fabra (Spanien) und die University of Bath (Vereinigtes Königreich). Der Zusammenschluss hatte das Ziel, ein Hightech-Medienlabor zu gründen, das mit Organisationen in ganz Europa zusammenarbeiten und diese unterstützen soll. Dabei sollen sie mit Know-how und Instrumenten versorgt werden.
Entwickler*innen werden eingeladen ihre XR-Ideen zusammen mit einem Netzwerk zu entwickeln
Das Projekt European Media and Immersion Lab (EMIL) zielt darauf ab, das effektivste und innovativste Medienlabor in Europa aufzubauen. Das Projekt wurde von Horizon Europe mit fast 8 Millionen Euro gefördert. Das EMIL-Projekt lädt nun XR-Entwickler zur Zusammenarbeit ein. Organisationen mit Sitz in der EU können sich für eine Finanzierung bewerben, um ihre XR-Ideen in Zusammenarbeit mit dem EMIL-Konsortium zu entwickeln. Die Förderung richtet sich an Projekte von herausragenden Technologieentwicklern, Medieninnovatoren, kleine und mittlere Unternehmen, Hochschulen und anderen, die neue Wege des kreativen Geschichtenerzählens und der Interaktion durch immersive Medientechnologien ermöglichen.
Zweite Einreichphase hat begonnen
Die erste Ausschreibung lief bis zum 31. Januar 2023. Die zweite Einreichfrist läuft bis zum 14. August 2023. Für die zweite Einreichphase stehen 2,8 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Jeder potenzielle Partner kann zwischen 250.000 und 500.000 € zur Finanzierung seines Projekts beantragen.
Neben der Finanzierung werden den Entwickler*innen wichtige Ressoucen zur Verfügung gestellt
Neben der Finanzierung werden die EMIL-Partner die Projekte unterstützen, indem sie ihre Ressourcen wie Studios, Ausrüstung und Know-how für die Nutzung der Projekte zur Verfügung stellen. Der Zweck der Finanzierung besteht darin, die Projekte so weit zu entwickeln, dass sie kommerziell genutzt werden können", sagt Juhani Tenhunen von den Aalto Studios. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden die vier Konsortiumsmitglieder ihr Fachwissen mit den Partnerorganisationen teilen und geschäftliche Unterstützung, Ressourcen, Schulungen und Produktentwicklung anbieten. Als Teil ihres Angebots werden sie auch ihre hauseigenen Medien- und Immersionslabors öffnen, um die Partner bei der Entwicklung ihrer Visionen zu unterstützen. Das Projekt wird von den Aalto Studios der Aalto-Universität koordiniert.
Quelle: Aalto Universität
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